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04© Sebastian Schels

Wiederverwendung von Pflastersteinen und demontierbare Bauteile

Pflastersteine aus einem Rückbau wurden wiederverwendet; trennbare Aufbauten erleichtern späteren Rückbau.

Zirkularität

Ablauf

Vom Planungsziel zur realisierten Maßnahme

01

Verbundstoffe erschweren Wiederverwendung

Neue Baustoffe und verklebte Bauteilaufbauten dominieren den Neubau. Späterer Rückbau und Wiederverwendung sind häufig nicht möglich.

02

Zirkularität beginnt im Entwurf

Das Projekt kehrt die Logik um: Vorhandenes Material soll erneut eingesetzt und Neues möglichst trennbar verbaut werden. Kreislauffähigkeit war ein wichtiges Entwurfsziel.

03

Reuse und trennbare Konstruktionen

In den Außenanlagen wurden Pflastersteine aus einem Abbruchprojekt erneut verlegt. Die Verwendung weiterer wiederverwendeter Bauteile konnte aus Kostengründen leider nicht umgesetzt werden. Die Konstruktionen sind sortenrein ausgeführt und verzichten weitgehend auf Verbundbaustoffe.

04

Machbarkeit wird bauteilweise geprüft

Verfügbarkeit, technische Eignung, Prüfaufwand und Kosten wurden für jedes Bauteil abgewogen. Pflastersteine konnten wiederverwendet werden, Klinker scheiterten an Prüf- und Zertifizierungskosten.

05

Weniger neue Materialien

Wiederverwendung und Trennbarkeit reduzieren den Bedarf an neuen Ressourcen. Die Wiederverwendung der Pflastersteine ist gut dokumentiert. Eine separate Material-, CO₂- oder Kostenbilanz liegt bislang nicht vor.

Fachliche Vertiefung

Planerisch

Hürden beim zirkulären Bauen

Demontierbarkeit und Kreislauforientierung waren bereits im Entwurf Anforderungen an Materialwahl und Konstruktion. Vorhandene Materialien sollten erneut eingesetzt und neue Bauteile möglichst sortenrein, lösbar und ohne verklebte Verbundaufbauten geplant werden. So wurde der spätere Rückbau früh mitgedacht: Ressourcen und graue Energie sollen über den gesamten Lebenszyklus bis zum Rückbau reduziert werden.

Materialverfügbarkeit, Prüfung und Kosten wurden je Bauteil abgewogen. Während die Wiederverwendung von Pflastersteinen im Außenraum unproblematisch war, kamen die ebenfalls vorgesehenen Klinker aus demselben Rückbau nicht zum Einsatz. Für eine erneute Nutzung hätten sie geprüft und zertifiziert werden müssen; die zusätzlichen Prüf- und Zertifizierungskosten verhinderten den erneuten Einsatz.

Bautechnisch

Gebrauchte Pflastersteine und trennbare Aufbauten

In den Außenanlagen wurden Pflastersteine aus einem Abbruchprojekt erneut verlegt.

Die Konstruktionen sind sortenrein ausgeführt und verzichten weitgehend auf Verbundbaustoffe. Die eingesetzten Materialien lassen sich am Ende der Nutzungszeit trennen. Diese Bauweise erleichtert sowohl die Wiederverwendung einzelner Bauteile als auch das stoffliche Recycling. Hier ist z.B. besonders der Trockenestrich zu erwähnen, der einen einfachen Rückbau der des Bodenaufbaus ermöglicht.

  • Vorschau: Fassadenschnitt
    Plan oder Zeichnung · PDFFassadenschnitt
  • UnterlageMaterialnachweis PflastersteineLiegt noch nicht vor